Geschichte

1813             Säkularisation in Bayern - Das nahegelegene Kloster Ettal wird enteignet und die Wälder sollen den umliegenden Dörfern als kommunaler Besitz zueigen werden. Dieser Plan sollte jedoch am starken Wunsch der Oberammergauer nach Privateigentum an den Wäldern scheitern. Schließlich beantragten die Bürger des Ortes eine Übertragung des Eigentums an die Nutzungsberechtigen der Wälder.
               
1873             Anerkennung der Wälder der Privatwaldgemeinschaft als "Privatwald". Eigentümer wurden, wie beantragt, die Nutzungsberechtigten des Ortes. Diese sogenannten "Rechte" waren zunächst noch an die "Herdstellen" (sprich Anwesen) der Rechtler gebunden. Diese Bindung fällt später weg, sodass die Rechte aktienähnlichen Charakter erhielten.
               
1880-1990             Über fast 110 Jahre wurden die Wälder der Privatwaldgemeinschaft ehrenamtlich durch die jeweiligen Vorstände und Ausschussmitglieder bewirtschaftet. Dem Zeitgeist entsprechend wurden hauptsächlich Kahlschläge durchgeführt, die anschließend wieder mit Fichte bepflanzt wurden. Gerade der Zustand der Wälder mit besonderer Bedeutung für den Hochwasser- und Lawinenschutz hat unter dieser Bewirtschaftung stark gelitten.
               
1990- 2000            

Grundlegende Änderungen in der Bewirtschaftung werden vollzogen, zum ersten Mal wird ein vollständig ausgebildeter Förster als Geschäftsführer angestellt. Die Wälder werden von nun an nicht mehr im Kahlschlag bewirtschaftet, man durchforstet die Bestände systematisch und ernet die Bäume nicht mehr großflächig sondern entnimmt Einzelbäume bzw. Baumgruppen auf der ganzen Fläche, um den Waldcharakter ständig zu erhalten.

               
2010            

Die Trennung von Wald und Weide wird im Rahmen der "Bergwaldoffensive Bayern" vollzogen, 400 Hektar Wald werden weidefrei gestellt, im Gegenzug werden mehrere Hektar neue Lichtweidefläche geschaffen.